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  • AutorenbildSina Odermatt

energy flows where attention goes and results shows

Eigentlich könnte ich hier einen Punkt machen, denn der Titel sagt schon so ziemlich alles aus, was ich dir heute mit auf deinen Weg geben möchte. Doch da ich gerade in Schreibe-Laune bin, hole ich noch etwas weiter aus und liefere dir mehr Inputs und Insights.


Wohin lenken wir denn unsere attention – unsere Aufmerksamkeit, wo schauen wir hin, wo schauen wir nicht hin? Ds lässt sich einerseits an unseren täglichen Handlungen ablesen, aber auch an unseren Gedanken. Wir alle denken täglich ca. 60‘000 – 80‘000 Gedanken am Tag, fast unvorstellbar. Ca. 98 % sind gemäss Wissenschaft Wiederholungen – also Gedanken, die wir bereits am Vortag dachten und am Tag davor und am Tag davor…. Nur 2 % sind effektiv „neue“ Gedanken. Unsere Gedanken bestimmen unser Verhalten, unser Handeln, unser Wirken. Unsere Handlungen bestimmen, wie wir in unserem Umfeld wahrgenommen werden (von Arbeitskollegen und -kolleginnen, von Freunden, Eltern, Kindern usw.). Wie wir wahrgenommen werden, bestimmt häufig darüber, was wir vom Umfeld „zurückbekommen“ (Liebe, Zuversicht, Mitgefühl, Offenheit, Ehrlichkeit usw.).


Gehen wir also zur Ursache – zu unseren Gedanken – zurück. Die Wissenschaft geht davon aus, dass wir ca. 8 x mehr negative als positive Gedanken täglich denken. Unter Stress steigen unsere negativen Gedanken massiv an. Nehmen wir mal an, du bist Führungskraft und denkst immer wieder über einen Konflikt im Team nach. Diese Gedanken lösen Emotionen in dir aus, was dazu führt, dass du unkonzentriert bist, nicht gut schlafen kannst, schlechte oder gar keine Entscheidungen triffst. Negative Gedanken führen zu negativen Emotionen, zu unangenehmen körperlichen Reaktionen und zu negativem Verhalten. Kennst du das?


Du fühlst, wie du denkst und schlussendlich denkst du, wie du fühlst. Ein Teufelskreis.


Gedanken, positive wie negative, lösen in unserem Gehirn biochemische Reaktionen, Botenstoffe aus. Bei negativen Gedanken sind das z. B. Histamine oder auch Adrenalin, bei positiven Gedanken Serotonin oder Dopamin etc. Diese Botenstoffe führen zu negativen oder positiven Emotionen, die wir häufig auf physischer Ebene z. B. als Druck, Schulterverspannung, Stress oder Magenbeschwerden wahrnehmen.


Ok, jetzt wissen wir, dass das, was wir täglich denken, unser Leben massiv beeinflusst. Jeden Tag aufs Neue. Wenn sich nichts an unserem Leben ändert, obwohl wir möchten, dass sich etwas ändert, ist die Wahrscheinlich gross, dass dies mit unseren Gedanken zu tun hat.


Die Frage stellt sich hier; können wir überhaupt beeinflussen, was wir denken? Denn 98 % sind ja wiederholende Gedanken vom Vortag… hier kommt Mentaltraining zum Einsatz. Und - grosse Überraschung: Wir können selbst bestimmen und somit auch beeinflussen, wohin wir unsere Aufmerksam lenken bzw. was wir täglich denken. Wer ist verantwortlich für unser Denken? Richtig – wir selbst. #selbstverantwortung


Hirnforscher haben schon lange herausgefunden, dass sich sogar unsere physische Hirnstruktur verändert, wenn wir „anders“ bzw. neu denken. Neue „Schaltkreise“ werden gebildet oder bauen sich ab. In unserem Gehirn findet ein ständiger Auf- und Abbauprozess (auch noch im hohen Alter) statt. Zum Beispiel, wenn wir uns einer neuen beruflichen Herausforderung stellen, etwas Neues lernen oder lesen, meditieren, Sport treiben oder auch blockierende Glaubenssätze auflösen bzw. durch einen neuen Glaubenssatz ersetzen.


Wie können wir also unsere Gedanken bzw. unsere Aufmerksamkeit steuern?

Erstens braucht es den bewussten Entscheid, die eigenen Gedanken steuern zu wollen. Denn das ist vor allem anfangs mit Arbeit verbunden – im Autopiloten lässt es sich besser zurücklehnen😉.


1. Stille – Meditation

Eine Möglichkeit, um deine Gedanken zu erkennen, ist in die Stille zu gehen – beispielsweise in der Meditation. In der Meditation lernen wir, unsere Gedanken zu beobachten und eine gewisse Distanz zu unseren Gedanken zu entwickeln. Wir lernen, dass wir nicht unsere Gedanken sind. Wenn wir täglich immer das gleiche denken, identifizieren wir uns so stark mit unseren Gedanken, dass wir häufig meinen, dass wir unsere Gedanken und demzufolge auch unsere Gefühle sind.

Eine einfache, aber effektive Übung dazu, die du täglich anwenden kannst:

1. Setze dich in einem ruhigen Raum hin.

2. Schliesse deine Augen und konzentriere dich auf deine Atmung. Die Atmung bringt dich IMMER in den gegenwärtigen Moment zurück.

3. Beobachte deine Gedanken. Halte nicht an deinen Gedanken fest, sondern lasse sie vorbeiziehen (wie Wolken am Himmel).

4. Wenn du abschweifst und deinen Gedanken zu stark folgst, konzentriere dich wieder auf deine Atmung.

5. Schreibe dir anschliessend in Stichworten auf, welche Gedanken vorbeigezogen sind.

6. Wenn du deine Gedanken mit einer gewissen Distanz beobachtest, lernst du, deine Gedanken zu bewerten und besser auf sie zu reagieren.


2. Entscheide dich für deine „Lieblingsgefühle“

Eine zweite sehr effektive Übung, um deine Aufmerksamkeit auf positive Gedanken auszurichten, ist die Übung „Lieblingsgefühle“. Wähle deine drei Lieblingsgefühle aus. Das kann z. B. Liebe, Vorfreude, Zuversicht, Dankbarkeit, Leichtigkeit oder Freude sein. Meine Lieblingsgefühle sind Zuversicht, Dankbarkeit und Leichtigkeit. Jetzt denke an einen Moment, der dieses Gefühl in dir ausgelöst hat und fühl da richtig rein. Mir fällt diese Übung am leichtesten mit "Dankbarkeit". Wenn du so in deinen Tag startest, kannst du einen grossen Teil deiner Gedanken des Tages positiv beeinflussen. Idealerweise baust du diese Übung auch tagsüber ein (z. B. nach deiner Mittagspause, vor oder nach einem wichtigen Meeting usw.)


3. Affirmationen und Autosuggestionen

Mithilfe von Affirmationen oder Autosuggestionen kannst du neue Gedankenmuster in dein Gehirn bzw. in dein Unterbewusstsein etablieren. Wenn du z. B. wiederholende Gedanken wie „das schaffe ich nie“ bei dir selbst beobachtest, wandle diesen Gedanken in eine positive Aussage wie z. B. „: „Ich wachse mit meinen Aufgaben und kann jede Herausforderung bewältigen.“ Diese Affirmationen wiederholst du regelmässig – am besten laut.


Wichtig ist auch, dass du dich für negative Gedanken nicht selbst verurteilst. Wenn du negative Gedanken wahrnimmst, kannst du dir auch selbst sagen „Es ist in Ordnung, auch mal negativ zu denken, ich darf mich darüber ärgern“. ABER, halte an den negativen Gedanken nicht fest. Lass sie wieder weiterziehen. Negative Gedanken sind wie Bekannte, die auf der Durchreise sind und bei dir vorbeischauen, vielleicht eine Mitteilung für dich haben und weiterziehen. Lässt du all deine Bekannten bei dir Tag für Tag wohnen? Nein, sie dürfen weiterziehen.


Um den Kreis zu schliessen ­­- energy flows where attention goes and results shows – um deine „Ergebnisse“ im Leben zu verändern, lohnt es sich, genauer hinzuschauen, wo deine Energie – deine Gedanken, deine Aufmerksamkeit hinfliessen. Wenn ich von Ergebnissen spreche, spreche ich nicht nur über materielle Ergebnissen, sondern auch beispielsweise über die Qualität deiner zwischenmenschlichen Beziehungen, deiner Führungsqualität, deiner Erfüllung bzw. Zufriedenheit im Job, deiner täglichen „Grundstimmung“ usw.


Wo wir hinschauen, kann sich auflösen, was wir ignorieren, bleibt.

 

Ich bin Sina, Coach und Gründerin von uniquelyYou. uniquelyYou. steht für mehr Klarheit & Intuition, Achtsamkeit & Bewusstsein, mentale Stärke & Energie im Business sowie im Privatleben im Sinne von "Mindful Leadership". Ich unterstütze Menschen wie dich, zurück zu ihrem uniquelyYou. zu finden, ihren Weg zu gehen und ihr volles Potenzial zu entfalten.






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